Weinwissen

Wein > Weinwissen > 

Wein-ABC

 

A

ABC-Trinker: Hinter dem Begriff verbirgt sich ein Trend der frühen 1990er Jahre, welcher besagt „Anything but Chardonnay“. Gemeint waren jene Chardonnay-Weine, deren typisches Sortenaroma durch die kräftig röstigen Aromen der Barriquefasslagerung überdeckt wurden. Zudem wurden die Trauben schon im Weinberg so behandelt, dass aus Ihnen später Weine mit besonders hohen Alkoholgehalten ausgebaut werden konnten. Sie waren zwar sehr populär, doch man trank sich schnell an Ihnen satt.
Auch der Begriff „Anything but Cabernet“ kam in diesem Zusammenhang auf. Cabernet Sauvignon-Weine sind meist schwer und tanninreich. Auch diese wurde nach einiger Zeit von vielen Weintrinkern hinter sich gelassen, und es wurden lieber leichtere, elegantere Rebsorten konsumiert.
Nichtsdestotrotz gehören beide Rebsorten bis heute zu den meistangebauten der Welt.

Auslese: Auslesen sind Prädikatsweine, die nach Kabinett und Spätlese in den meisten Anbaugebieten nur mit über 100° Oechsle gelesen werden dürfen. Sie reifen deshalb nur in sehr guten Jahrgängen heran und bestehen aus vollreifen oder edelfaulen und selektierten Trauben. Auslesen stellen somit sehr konzentrierte Weine dar, meist edelsüß, und eignen sich sehr gut als Dessertweine zu Süßspeisen.

B

Barrique: Ein Barriquefass ist ein französisches Fass aus Eichenholz mit 225 Litern Inhalt, welches mithilfe einer Flamme von innen getoastet oder geröstet wird. Hierbei gibt es unterschiedliche Verfahren. Wird das Eichenholz nur leicht angeröstet, gibt es einen sehr dezenten Röstgeschmack an den darin gelagerten Wein ab. Diese Fässer werden meist für Weißweine verwendet. Einen schweren Rotwein kann man auch schon mal in ein Fass legen, welches stärker geröstet wurde.Das Barriquefass wird auch entlang der Deutschen Weinstraße immer häufiger eingesetzt. Aufgrund der starken Qualitäten des Traubenmaterials werden vermehrt weiße Moste in Barriquefässern eingelagert. Die Aromatisierung sollte in Maßen erfolgen, damit das Barriquefass den Wein in seiner Aromatik zwar unterstützt, aber nicht überlagert.Buntsandstein Diese Bodenart existiert entlang der Deutschen Weinstraße auf 550 Hektar Rebfläche und ist damit eine der prägnantesten und bekanntesten in der Pfalz. Typische Lagen stellen der Birkweiler Taschenberg sowie der St. Martiner Kirchberg dar. Der Buntsandstein, aufgrund von oxidiertem Eisen rötlich oder gelblich gefärbt, ist eher nährstoffarm, speichert dafür aber gut die Wärme. Deswegen gibt es bei diesen Lagen weniger Erfrierungen am Rebstock und die Traubenreife wird in besonderem Maße begünstigt. Er fördert typische fruchtig-mineralische Pfälzer Weinaromen wie Grapefruit und Zitrus und begünstigt eine prägnante Säure.

Buntsandstein: Diese Bodenart existiert entlang der Deutschen Weinstraße auf 550 Hektar Rebfläche und ist damit eine der prägnantesten und bekanntesten in der Pfalz. Typische Lagen stellen der Birkweilerer Taschenberg sowie der St. Martiner Kirchberg dar. Der Buntsandstein, aufgrund von oxidiertem Eisen rötlich oder gelblich gefärbt, ist eher nährstoffarm, speichert dafür aber gut die Wärme. Deswegen gibt es bei diesen Lagen weniger Erfrierungen am Rebstock und die Traubenreife wird in besonderem Maße begünstigt. Er fördert typische fruchtig-mineralische Pfälzer Weinaromen wie Grapefruit und Zitrus und begünstigt eine prägnante Säure.

C

Cuvée: Eine „Mischung“ aus verschiedenen Rebsorten war von Beginn des Weinanbaus an üblich. Den reinsortigen Weinausbau gibt es dagegen noch gar nicht so lange, doch wurde er zum Trend. Der Nachteil war jedoch, dass in der frühen Geschichte des Weinbaus die Jahrgänge immer stark unterschiedliche Qualitäten hervorbrachten und somit der reinsortige Wein nicht immer genießbar war. Somit kam der Franzose Dom Perignon in der Champagne auf die Idee, verschiedene Rebsorten und verschiedene Jahrgänge so zu „verschneiden“, dass immer die bestmögliche Qualität entsteht. Dies war die Erfindung der klassischen Cuvée. Auch in Deutschland wird dieses Verfahren mittlerweile eingesetzt, jedoch weniger aus Qualitätsgründen, denn durch moderne Bewirtschaftungsweisen und Innovationen werden mittlerweile kaum noch richtige Qualitätsausfälle verzeichnet. Cuvées werden weiterhin produziert, da es Rebsorten gibt, welche sich geschmacklich sehr gut ergänzen.

D

Dubbeglas: Der Pfälzer Inbegriff des Weinkonsums und der Geselligkeit. Ein Halbliterglas mit eingearbeiteten, nach innen gewölbten „Tupfen“, den „Dubben“. Das Glas liegt nicht nur gut in der Hand, sondern ist auch rein optisch schön anzusehen.
Die Erfindung des Dubbeglases soll sauf Bad Dürkheimer Metzger zurückgehen, welchen die glatten Gläser beim Schlachten immer zu leicht aus der Hand rutschten. Mittlerweile gibt es auch richtig edle Varianten mit geschliffenen Dubben, eventuell auch mit Aufdruck des Weinguts, der Winzergenossenschaft oder sonstigen Betrieben und Organisationen. Das Dubbeglas gehört zu jeder Gelegenheit, bei der es sich anbietet, einen erfrischenden Pfälzer „Woischorle“ zu sich zu nehmen.

E

Eiswein: An einen Eiswein gelten die höchst denkbaren Qualitätsansprüche. Er darf erst bei 120 Grad Oechsle Mindestmostgewicht geerntet werden. Darüber hinaus muss es für mind. 5 Stunden minus 7°C kalt sein, die Trauben komplett gefroren und in der Nacht geerntet werden, damit sie nicht auftauen. Der süße Most hat einen tieferen Gefrierpunkt als Wasser, somit gelangt beim Pressen ausschließlich der konzentrierte Extrakt als Most in die weitere Verarbeitung. Die Herstellung ist äußerst aufwendig, nicht planbar und teuer (sehr wenig Ertrag, hohe Kosten für Nachtlese, spezielle Verarbeitung etc.). Der Geschmack eines Eisweins charakterisiert sich als konzentrierte Süße und Säure, oft mit Karamell- und Honignoten. Die deutschen Varianten sind international sehr erfolgreich.Etikett Das Etikett ist ein sehr wichtiges Instrument im Weinbereich. Auf der einen Seite stellt ein Etikett ein Wiedererkennungsmerkmal des Erzeugers dar. Gute Etiketten schaffen es somit, aus allen anderen Etiketten im Regal herauszustechen.Es stellt auf der anderen Seite Informationen für den Verbraucher bereit, deshalb gibt es gesetzliche Pflichtangaben, die auf dem Etikett stehen müssen. Beim Qualitätswein sind dies beispielsweise das Anbaugebiet, die Qualitätsstufe, der tatsächlich vorhandene Alkoholgehalt in % Vol., das Nennvolumen in Liter, der Erzeuger oder Abfüller und die Amtliche Prüfungsnummer. Handelt es sich nicht um Weiß- oder  Rotwein, muss auch die Weinart angegeben werden. Auch muss auf dem Etikett vermerkt sein werden, wenn der Wein Schwefel enthält. Außerdem ist die Schriftgröße der Angaben gesetzlich definiert und variiert je nach Flaschengröße. Bei diesem Dschungel aus Pflichtangaben ist es nicht verwunderlich, dass Erzeuger auf ein Vorder- und auf ein Rückenetikett zurückgreifen, damit die Übersichtlichkeit gewahrt bleiben kann.Federweißer/Neuer Wein Angegorener Most, der seinen Namen den aufgewirbelten Hefen verdankt, die wie kleine Federn erscheinen. Die Hefen vergären den Fruchtzucker zu Alkohol und es entsteht Kohlensäure, welche den Federweißen zu einem erfrischenden Getränk macht, das es nur im Herbst gibt und sehr gut zu Zwiebelkuchen, Kastanien und sonstigen Pfälzer Spezialitäten passt.

Etikett: Das Etikett ist ein sehr wichtiges Instrument im Weinbereich. Auf der einen Seite stellt ein Etikett ein Wiedererkennungsmerkmal des Erzeugers dar. Gute Etiketten schaffen es somit, aus allen anderen Etiketten im Regal herauszustechen.
Es stellt auf der anderen Seite Informationen für den Verbraucher bereit, deshalb gibt es gesetzliche Pflichtangaben, die auf dem Etikett stehen müssen. Beim Qualitätswein sind dies beispielsweise das Anbaugebiet, die Qualitätsstufe, der tatsächlich vorhandene Alkoholgehalt in % Vol., das Nennvolumen in Liter, der Erzeuger oder Abfüller und die Amtliche Prüfungsnummer. Handelt es sich nicht um Weiß- oder  Rotwein, muss auch die Weinart angegeben werden. Auch muss auf dem Etikett vermerkt sein werden, wenn der Wein Schwefel enthält. Außerdem ist die Schriftgröße der Angaben gesetzlich definiert und variiert je nach Flaschengröße. Bei diesem Dschungel aus Pflichtangaben ist es nicht verwunderlich, dass Erzeuger auf ein Vorder- und auf ein Rückenetikett zurückgreifen, damit die Übersichtlichkeit gewahrt bleiben kann.

F

Federweißer: Angegorener Most, der seinen Namen den aufgewirbelten Hefen verdankt, die wie kleine Federn erscheinen. Die Hefen vergären den Fruchtzucker zu Alkohol und es entsteht Kohlensäure, welche den Federweißen zu einem erfrischenden Getränk macht, das es nur im Herbst gibt und sehr gut zu Zwiebelkuchen, Kastanien und sonstigen Pfälzer Spezialitäten passt.

G

Gerbstoffe: Sie sind vor allem in der Schale und den Kernen der Trauben enthalten. Insbesondere nimmt man sie beim Rotwein wahr als ein etwas „trockenes“ Gefühl auf der Zunge. Sie sind in größeren Mengen im Rotwein enthalten, da dieser eine Maischestandzeit durchläuft, bei welcher die Tannine aus der Beerenhaut und den Kernen gelöst werden.

H

Halbtrocken: Eine der vier Geschmacksangaben beim Wein. Exakte Definition des Restzuckergehalts: Säuregehalt+10, aber höchstens 18g/l Restzucker. Auch der gesetzlich nicht definierte Begriff „feinherb“ liegt oft in diesem Bereich.

I

Idig: Der Idig ist eine Weinlage in Königsbach, welche bereits als Hofkammergut der pfälzischen Kurfürsten im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde. Der Weinberg ist nach Südsüdost ausgerichtet und garantiert somit eine optimale Sonneneinstrahlung. Auch weht ständig ein leichter Wind, sodass nach einem Regen im Herbst die Trauben schnell abtrocknen können und somit Fäulnis vorgebeugt wird. Der Boden erlaubt die Produktion sehr vielschichtiger und mineralischer Weine, welche ein großes Lagerpotenzial aufweisen. Dies kommt vor allem durch die große Bandbreite der Mineralien zustande. Kalkstein, Ton sowie Kalksandgemische prägen die Vielfalt dieser Lage entscheidend mit. Die dezente Säure und Frucht prägen die Weine des Idigs zu kulinarischen Genüssen von besonderer Eleganz.

J

Jahrgang: Jeder Jahrgang hinterlässt selbstverständlich seine Spuren im Wein. Durch Temperatur, Feuchtigkeit und sonstige Einflüsse entsteht spezielles Lesegut, welches jedes Jahr aufs Neue einen individuellen Charakter entwickelt. Daraus entstehen auch individuelle Weine und somit ist es Experten möglich, auf bestimmte Jahrgänge in einer Blindprobe zu tippen. Die Jahrgänge unterscheiden sich auch in Ihrer Qualität und damit in ihrer Lagerfähigkeit. Somit können beispielsweise 20 Jahre alte Weine noch taufrisch und genießbar sein, während die 18-jährigen bereits an ihre Grenze stoßen.

K

Kalkstein: Eine bestimmte Bodenart, welche besonders mineralisch-würzige Weine hervorbringt, ist der Kalkstein. Gerade der Rheingraben ist mit 650 Hektar gesäumt von speziellem Muschelkalk, welcher in tieferen Bodenschichten liegt und noch aus der Urzeit stammt. Es liegt mit dieser Gesteinsart ein hohes Nährstoffangebot vor sowie eine gute Erwärmbarkeit., also beste Voraussetzungen, um würzig-fette Rot- und Weißweine zu erzeugen. Typische Kalkstein-Weinlagen sind der Godramsteiner Münzberg sowie der Königsbacher Idig.

L

Lieblich: Ein Wein, der zwischen 18 und 45g/l Restzucker hat. Liebliche Weine sind besonders süffig und auch für jene Menschen geeignet, welche gerade beginnen, sich in die Welt der Weine einzufinden.

M

Mineralisch: Als „mineralisch“ bezeichnet man allgemein Weine, welche weniger fruchtbetont, dafür allgemein etwas knackiger wirken. Sie erscheinen säurebetont und haben oft eher würzige Aromen von nassem Stein, können salzig oder erdig („nasser Waldboden“) sein oder auch an „Feuerstein“ oder „Sommerregen auf einer geteerten Straße“ erinnern. Der Begriff „mineralisch“ ist also nur schwer definierbar und kann in vielfältiger Art und Weise zum Ausdruck kommen.

N

Naturkork: Über die richtige Verschlussart für einen Wein gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Einige ziehen den Drehverschluss vor, da er einfacher zu öffnen und auch dichter ist, sodass der Wein sich länger hält. Der Glasverschluss wirkt dagegen äußert elegant. Der Naturkork ist luftdurchlässiger und man sagt ihm nach, einen hochwertigen Wein besser reifen zu lassen. Zudem wirkt eine Flasche mit Naturkork handwerklicher und ist bei traditionell eingestellter Kundschaft beliebter. Doch der Kork birgt auch Nachteile, denn bei der Korkherstellung kann ein bestimmter Schimmel entstehen, welcher für den sogenannten Korkton verantwortlich ist.

O

Oechslegrade: Das Mostgewicht gibt die Differenz des Gewichts zwischen einem Liter Most und einem Liter Wasser an. Bei einem Mostgewicht von 80° Oe wiegt ein Liter Most somit 80 Gramm mehr als ein Liter Wasser. Der Mehranteil an Gewicht gibt somit die im Fruchtfleisch enthaltenen Stoffe wie Zucker, Aromastoffe, Gerbstoffe etc. an. Je weiter die Reife der Trauben fortschreitet, desto höher ist auch das Mostgewicht, da immer mehr dieser Stoffe im Laufe der Zeit eingelagert werden. Die Oechslegrade stellen einen wichtigen Indikator der Traubenreife dar und bestimmen auch die spätere Einordnung des Weins in die jeweilige Qualitätsstufe.

P

Prädikatswein: Ein Prädikatswein erfüllt, im Vergleich zum Qualitätswein, nochmals höhere Anforderungen an die Qualität des gelesenen Traubenmaterials sowie der Verarbeitung zu Wein. Es gibt die Prädikatsweine Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese sowie Eiswein. Das Prädikat muss auf dem Etikett ausgezeichnet werde.Für jede Qualitätsstufe sind damit individuelle Bedingungen hinsichtlich Leseart, Mostgewicht, Harmonie und Eleganz gesetzlich definiert. Auch dürfen diese Weine nicht angereichert werden, müssen aus einem Qualitätsweinanbaugebiet stammen und unterlaufen zudem einer amtlichen Prüfung, welche aus einem sensorischen und aus einem analytischen Part besteht. Am Schluss erhalten sie die sogenannte amtliche Prüfnummer (AP-Nummer).

Q

Qualitätswein: Qualitätsweine müssen aus einem der 13 deutschen Qualitätsweinanbaugebiet stammen und unterlaufen nach der Abfüllung eine sensorische und analytische Kontrolle, weswegen sie von Weinfehlern, Mängeln und Krankheiten frei sind und bedenkenlos verzehrt werden können. Es gelten bestimmte Anforderungen an sie, wie z. B. ein Mindestalkoholgehalt von 7%vol, ein Mindestoechslegehalt sowie ein bestimmter Zustand der Trauben bei der Lese.

R

Riesling: Die Pfalz ist bekanntlich das größte Rieslinganbaugebiet Deutschlands. Dort zeichnet sich der Riesling besonders durch duftige Weinbergspfirsich- und Zitrusaromen aus, welche den Gaumen der Weinliebhaber erfrischt. Die Königin der deutschen Weißweinsorten hatte ehemals einen schlechten Ruf. Lange Zeit galt sie als sauer und untrinkbar. Mittlerweile hat sich dieses Image sowohl im Inland als auch im Ausland gewandelt, und die Rieslingweine sind qualitativ so hochwertig wie nie zuvor. Von leichten, trockenen Weinen bis hin zu vollmundig-ölig-süßen Dessertweinen, von fruchtig-exotischen Sommerweinen bis hin zum starken Essensbegleiter aus dem Barrique ist mittlerweile alles dabei.

S

Secco: Der Name „Secco“ leitet sich ab von dem italienischen Schaumwein „Prosecco frizzante“. Jedoch ist dieser Begriff geschützt, somit entstand bei uns der „Secco“.
Der Secco ist in Deutschland jedoch nicht zu verwechseln mit dem klassischen „Sekt“. Dieser ist nämlich gesetzlich definiert als Schaumwein, während der Secco ein Perlwein ist. Zustande kommt dies durch die unterschiedlichen Herstellungsverfahren der beiden Produkte. Wird ein Sektgrundwein mithilfe einer weiteren Gärung zum Sekt und erhält dabei schöne feine Schaumbläschen sowie oft ein hefiges, gereiftes Aroma, wird ein Secco meist produziert, indem einem Grundwein technisch Kohlensäure zugeführt wird. Die Bläschen können dabei niemals so fein sein wie bei einem Sekt, deswegen „perlt“ er nur. Der Secco muss somit deklariert werden als „Perlwein mit zugesetzter Kohlensäure“. Er kann zudem in einer leichteren und schlankeren Flasche abgefüllt werden, da er nur zwischen 1 und 2,5 bar Druck entfaltet, im Gegensatz zum Sekt, dessen Flasche bis zu 6 bar standhalten muss.
Seccos sind also die fruchtig-frische Alternative zu einem hochwertigen Sekt und mit seinen leichten Alkoholgehalten wird er zum idealen Sommergetränk.

T

Trollschoppen: Ein typisches Pfälzer Getränk, welches allerdings mit Vorsicht zu genießen ist. In einem Schoppenglas (halber Liter) bekommen Sie statt der leichten Mischung aus Wein und Wasser  eine Mischung aus Wein und Sekt ausgeschenkt.

Trullo: Die Trulli sind kleine runde Häuschen aus Naturstein, circa 2,50 m hoch mit ungefähr 1,50 m Durchmesser, welche mitten in Weinbergslagen in Bockenheim und Bissersheim zu sehen sind.
Gebaut sind diese nach apulischem Vorbild, jedoch weist jedes dieser Häuschen einzigartige Merkmale auf. Die vorrangige Funktion der Trulli war, den Weinbergsschützen früher ein trockenes Plätzchen zu bieten, denn zum Wohnen sind sie zu klein. Die drei offenen Fenster und die Tür befinden sich jeweils in jede der vier Himmelsrichtungen ausgerichtet, sodass den Schützen ein sehr guter Rundumblick gewährleistet werden konnte. Heute haben die Trulli keinen Verwendungszweck mehr. Jedoch geben Sie in der Weinbergslandschaft ein schönes Bild ab und stellen einen faszinierenden Besichtigungspunkt auf Rad- und Wandertouren dar.

U

Ungeheuer: Vor dem Forster Ungeheuer braucht man sich keineswegs zu fürchten. Dies ist lediglich der Name einer der berühmtesten und preisgekröntesten Weinlagen der Pfalz. Diese wurde nach dem Stadtschreiber Johann Adam Ungeheuer im 17. Jahrhundert benannt. Schon Fürst Bismarck nahm die Worte in den Mund: „Dieses Ungeheuer schmeckt mir ungeheuer!“
Die 29 Hektar umfassende Lage ist in jeder Hinsicht begünstigt und erzeugt regelmäßig Spitzenqualitäten. Das vulkanische Basaltgestein erwärmt sich besonders schnell und durch die Hangneigung nach Südosten wird dieser Effekt noch einmal verstärkt. Der Wasserhaushalt und die Versorgung der Reben mit Mineralien durch die vielschichtige Bodenstruktur ist ebenfalls optimal. Heraus kommen sehr gesunde und ausgereifte Trauben, welchen das Basaltgestein eine besondere Portion Würze und Komplexität verleiht.

V

VDP: Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter stellt, nach eigenen Angaben, die qualitätsmäßige Spitze des Deutschen Weinbaus dar. Derzeit besteht speziell der VDP Pfalz aus 26 Weingütern und 8 sogenannten „Spitzentalenten“, welche erst nach einer Probezeit in den Kreis der VDP-Weingüter aufgenommen werden.
Der Verband führt interne Richtlinien für die Winzer, wie naturnahes Arbeiten, eigen definierte, niedrige Erntebeschränkungen, keine Weinschönungen und eine traditionelle Herstellung. Außerdem ein eigenes Qualitätssystem, welches sich wie folgt definiert: Je enger die Herkunft definiert ist, desto hochwertiger ist der Wein. Somit beginnt die Qualitätspyramide beim einfachen „Gutswein“ und endet bei den sogenannten „Großen Gewächsen“, welche in jedweder Hinsicht den strengsten Qualitätskriterien unterliegt.

W

Weinschorle: Das absolute Pfälzer Heiligtum, der Schorle. Im Pfälzer Dubbeglas (halber Liter) wird er besonders gerne genossen und gehört zu jedem Weinfest, zu jeder Feier und zu jedem Frühschoppen dazu. Als spritzig-leichtes Sommergetränk fügt er sich in jeden Anlass perfekt ein, und das Beste ist, man kann sich daran nie satt trinken.

X

Xaver Remling, Franz: Als einer der bedeutendsten pfälzischen Historiker des 19. Jahrhunderts gilt Franz Xaver Remling. 1803 in Edenkoben geboren, folgte in jungen Jahren ein Theologiestudium in Mainz und Aschaffenburg. Er hatte vielfältige Berufe: Priester, Sekretär des Bischofs zu Speyer, Distriktschulinspektor und Mitglied des Landrats der Pfalz. 1852 wurde er schließlich zum Domkapitular ernannt. Auch hatte er sich zu dieser Zeit durch diverse Publikationen schon einen Namen als Historiker gemacht. Somit wurde er zum offiziellen Geschichtsschreiber der Diözese Speyer ernannt und in dieser Funktion wirkte er dann bis zu seinem Tod.
Aufgrund seiner überregionalen Wirkungsweise bekam er lebenslang Würdigungen. 1873 wurde Remling in Speyer beigesetzt.

Y

Yeast Englisch für "Hefe". Die Hefe erfüllt bei der Weinbereitung wichtige Aufgaben. Sie vergärt zum einen den Zucker zu Alkohol, zum anderen bildet sie bestimmte Aromen aus und setzt Stoffe frei, welche den Wein im Mund angenehmer machen. Es gibt nicht nur eine Hefe, sondern viele verschieden Arten mit unterschiedlichen Eigenschaften.
Grundsätzlich unterscheidet man in der Weinbereitung zwischen sogenannten „Reinzuchthefen“ und „wilden Hefen“. Kritiker behaupten immer wieder, dass Weine, welche mit Reinzuchthefen produziert wurden, zu uniformiert sind und auch die Aromatik der einzelnen Weinberge nie original zum Ausdruck kommen kann. Somit gibt es auch die sogenannten „wilden Hefen“, welche  bereits als Naturflora auf der Traubenhaut sitzen und mit dem Lesegut in den gepressten Most transportiert werden. Die sogenannte „Spontangärung“ mit wilden Hefen birgt allerdings größere Risiken, weshalb eine besonders gute Gärkontrolle gefordert ist. Gelingen jedoch die umgangssprachlich genannten „Spontis“, sollen besonders komplexe, hochwertige und lagentypische Weine entstehen.

Z

Zwiebelkuchen Im Herbst gibt es entlang der Deutschen Weinstraße viele kulinarische Höhepunkte. Beginnt die Traubenlese, wird zum Federweißen eine typische Köstlichkeit serviert: Der Zwiebelkuchen. Er ähnelt der französischen Quiche, ist jedoch aus Hefeteig gebacken. Der Belag besteht vorrangig aus in Butter gedünsteten Zwiebelringen und Speck. Obenauf kommt dann ein Guss, welcher aus Eiern, saurer Sahne Salz, Kümmel und anderen individuellen Zutaten gefertigt sein kann.
Da der Zwiebelkuchen warm serviert wird und der Kümmel die Verdauung anregt, ist das Gericht doch relativ bekömmlich und ergänzt sich geschmacklich sehr gut mit dem süßlichen Federweißen.

 
Deutsche Weinstrasse e.V. - Mittelhaardt · Martin-Luther-Straße 69 · 67433 Neustadt an der Weinstraße
Telefon (06321) 912333 · Telefax (06321) 912330 · verein@deutsche-weinstrasse.de

Unterkunft buchen

Anreise
  Nächte
Personen
Einheiten
Ort
Art
Name
 

Veranstaltungen

Zeitraum
bis
Name