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Der Pfälzerwald

Naturpark Biosphärenreservat Pfälzerwald

Unter den deutschen Naturparken kann der Naturpark Pfälzerwald gleich zwei Superlative für sich reklamieren: Er war einer der ersten und zählt mit 1800 Quadratkilometer Fläche noch heute zu den größten der Republik. Im Januar 1959, wurde der Naturpark ins Leben gerufen, oberstes Ziel war es, eine naturnahe Landschaft als Erholungsort zu erhalten. Seit dem Jahr 1992 genießt der Naturpark Pfälzerwald internationales Ansehen. Er gehört zu den 14 deutschen UNESCO-Biosphärenreservaten und ist damit Teil eines weltweiten Netzwerkes zur Erhaltung der biologischen Vielfalt auf der Erde. Außerdem wird hier in modellhafter Weise demonstriert, wie ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur aussehen kann. Seit dem Jahr 1998 ist er der deutsche Teil des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen.

Der Naturpark Pfälzerwald ist in vieler Hinsicht einzigartig: Am sonnigen Ostrand des Pfälzerwaldes, zur Deutschen Weinstraße hin, reifen Esskastanien, Mandeln, Zitronen, Kiwis und Feigen. Das milde Klima nutzten schon die Römer, die hier den Weinbau einführten. Sie brachten die Esskastanien mit , die als schnell nachwachsenden Holz für den Weinbau genutzt wurden. Heute liegen eine Vielzahl romantischer Weindörfer mit klangvollen Namen wie Sankt Martin, Deidesheim, Wachenheim und Maikammer an der Weinstraße. Sie sind ideale Startpunkte zur Erforschung von Deutschlands größtem zusammenhängendem Waldgebiet, sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad oder zu Pferd. Wo heute der Wald die felsenreiche Oberfläche bedeckt, war im 12. und 13. Jahrhundert das Kerngebiet des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Nahezu einhundert mehr oder weniger gut erhaltene Burgruinen machen die Pfalz heute zu einem der burgenreichsten Gebiete in Europa. Sandstein ist prägend für den Naturpark, die spektakulären roten Felsentürme im Wasgau rund um Dahn sind ein beliebtes Kletterrevier. Attraktive Wanderpfade gibt es überall in Hülle und Fülle, mehr als 5.000 Kilometer markierte Wanderwege und 600 km ausgewiesene Nordic Walking Routen abseits der Forstwege und rund 100 bewirtschaftete Hütten machen das Gebiet zu einem Paradies für Wanderer. Noch in dieser Saison wird das Wanderangebot durch zwei Prädikats-Weitwanderwege gekrönt, die den Pfälzerwald vom Norden bis zur französischen Grenze durchziehen. Für Mountainbiker wurde 2004 der Mountainbike-Park mit einem dreihundert Kilometer umfassenden Streckennetz eingerichtet.

Die Wildkatze ist im dünn besiedelten Naturpark Pfälzerwald ebenso heimisch wie der Luchs, dessen Population ständig beobachtet wird. Eine Besonderheit unter den Bäumen sind die mächtigen Traubeneichen, deren wertvolles furnierfähiges Holz in Versteigerungen Spitzenerlöse erzielt. Einmalig in Deutschland ist der Edelkastanienwald, der sich von Nord nach Süd in einem 50 Kilometer langen Streifen am Ostrand des Pfälzerwaldes zur Weinstraße hin erstreckt. Im Herbst kann man hier Scharen von Kindern und Erwachsenen beim emsigen Sammeln von Esskastanien beobachten.

In den Kernzonen des Biosphärenreservats soll der Wald weitgehend unbeeinflusst in natürlicher Weise heranwachsen und sich entwickeln. Um seine ungestörte Entwicklung zu sichern, wird dort auf jede Bewirtschaftung verzichtet. So entsteht eine Art „Urwald“ mit sehr reizvollen Waldbildern, die mit ihrem natürlichen Rhythmus von Aufbau und Zerfall das Erleben von Wildnis ermöglich.

Flora und Fauna

Das gesamte Buntsandsteingebirge ist fast völlig mit Wald bedeckt. Nicht nur Wanderer lieben die trockenen Böden des Pfälzerwaldes, sondern auch die Wildkatzen, die im Pfälzerwald das rheinland-pfälzische Hauptverbreitungsgebiet haben. In dem scheinbar unendlichen Waldgebiet finden Rothirsch, Reh und vor allem auch das Schwarzwild ideale Lebensbedingungen. Hinzu kommen als wichtigste Vertreter der Säugetiere Fuchs, Dachs, Marder und Iltis und seit einigen Jahren streift auch der Luchs wieder über die deutsch-französische Grenze.

Auf über der Hälfte der Fläche stockt die genügsame Waldkiefer, die auf den sandigen und nährstoffarmen Böden der Süd- und Westhänge einen auffallend lichten Wald bildet. Viel Sonne kommt hier auf den Boden und ermöglicht das Wachsen einer reichen Strauch- und Krautschicht aus Heidelbeeren und Heidekraut. Als weitere Besonderheit sind die mächtigen Traubeneichen zu nennen, deren wertvolles furnierfähiges Holz in Versteigerungen Spitzenerlöse bringt, und der - einmalig in Deutschland - Edelkastanienwald, der sich von Nord nach Süd in einem 50 Kilometer langen Streifen am Ostrand des Pfälzerwaldes zur Weinstraße hin erstreckt. Im Herbst kann man hier Scharen von Kindern und Erwachsenen beim fleißigen Esskastanien sammeln beobachten.

In den Kernzonen des Biosphärenreservats soll der Wald weitgehend unbeeinflusst in natürlicher Weise heranwachsen. Um seine ungestörte Entwicklung zu sichern, wird dort auf jede Bewirtschaftung verzichtet. So entsteht eine Art „Urwald“ mit sehr reizvollen Waldbildern, die mit ihrem natürlichen Rhythmus von Aufbau und Zerfall das Erleben von Wildnis ermöglichen.

Doch nicht nur der Wald prägt das Bild des Pfälzerwaldes. Im Kontrast zu dem sonst dominierenden Wald tragen kleine, untersonnte Wiesentäler immer wieder zur Gliederung und Belebung des Landschaftsbildes bei. Besonders im südlichen Teil des Pfälzerwaldes ist deren Flächenanteil größer und wo diese brachgefallen sind, entstanden wertvolle Feuchtgebiete mit hoher Strukturvielfalt: Zu finden sind Röhrichtbestände, seggen- und binsenreiche Naßwiesen, kleine Teiche mit Verlandungszonen und moorige Bereiche. In den klaren Wiesenbächen findet man die Bachforelle, das Bachneunauge, die Mühlkoppe und in ruhigerem Wasser die Elritze. Hier leben auch seltene Vogelarten, z.B. die Bergbachstelze, die Wasseramsel und der Eisvogel. Eine weitere charakteristische Vogelart des Pfälzerwaldes ist der Wanderfalke, der insbesondere in den hohen Felsen des Dahner Felsenlandes brütet und den Beobachter durch kühne Flugmanöver beeindruckt. Nachdem er in den letzten Jahrzehnten im Pfälzerwald als ausgestorben galt, ist er Dank intensiver Überwachung wieder heimisch geworden und hat seinen wichtigsten Lebensraum in Südwestdeutschland zurückerobert.

An der Weinstraße haben sich als Ergebnis der viele Jahrhunderte andauernden menschlichen Einflüsse im Zusammenspiel mit dem warmen Klima interessante Pflanzengesellschaften entwickelt. So sind auf zahlreichen Kalkhügeln inmitten des Reblandes infolge extensiver Weidenutzung oder durch Bewirtschaftung als Mähwiesen wertvolle Halbtrocken- und Trockenrasen  entstanden. In den Weinbergen findet man Pflanzen, die ansonsten nur viel weiter im Süden vorkommen, zum Beispiel das frühlingsblühende Fingerkraut, die Wild-Tulpe, die Goldaster und die Traubenhyazinthe. Als Begleiter des Weinbaus und der Kastanienwälder kann man mit etwas Glück die seltene Zaunammer beobachten, die hier Deutschlands einziges Vorkommen hat.

Zahlreiche Burgen und Burgruinen sind zu besichtigen, unter ihnen eine der mächtigsten der Pfalz, die Hardenburg.
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Über 7.000 Kilometer markierte Wanderwege auf speziell dafür angelegten schmalen Wanderpfaden abseits der Forstwege und rund 100 bewirtschaftete Hütten machen das Gebiet zu einem Paradies für Wanderer.
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