Das Klima
Die Deutsche Weinstraße ist ein wahres Fest für die Sinne: blühende Mandelbäume bereits Anfang März, Zitronen, Feigen und Kiwis in den einladenden Winzerhöfe und Wanderwege, die von Weinbergen und Eßkastanien gesäumt sind, verwandeln das Gebiet entlang der Deutschen Weinstraße in einen Parcours der Genüsse. Zu jeder Jahreszeit gibt es eine Fülle von Entdeckungen in der Natur, den Küchen und Kellern zu machen. Und das in einer Atmosphäre der Gastfreundlichkeit, die dem südländischen Klima entspricht – warm, offen und herzlich.
Entlang der Deutschen Weinstraße setzt die Natur all ihre Reize geradezu verschwenderisch ein. Erholungssuchende und Genießer wissen längst, was sie an der Pfalz haben, denn das milde, fast mediterrane Klima lockt nicht nur mit landschaftlichen Höhepunkten, sondern auch mit kulinarischen Verführungen allererster Sahne.
In vielen der einladenden Winzerhöfe wachsen Kiwis, Zitronen oder Feigen, umstanden von uralten Glyzinien, ausladenden Oleandersträuchern oder sogar Palmen und Zypressen. Auf den Obstwiesen und Feldern reift oft früher das Obst und Gemüse als in anderen Regionen Deutschlands. Schätzungen zufolge wachsen über 10.000 Feigenbäume an der Weinstraße und in anderen Teilen der Pfalz. Vermutlich sind am Feigenboom wieder einmal die Römer „schuld“. Sie sollen nicht nur den Wein und die Esskastanie, sondern auch den Feigenbaum in der Pfalz heimisch gemacht haben. 1908 legte der einstige Bürgermeister von Deidesheim, Dr. Ludwig Bassermann-Jordan, die erste und bisher einzige „Feigengasse“ Deutschlands in seinem Heimatort an. Möglich gemacht wird dies alles durch eine der wärmsten Klimazonen nördlich der Alpen.
Die Pfälzer verstehen es, aus diesem Geschenk ein großes Stück Lebensqualität zu zaubern. Spätestens ab April bieten sie allerorts ihre Erzeugnisse an kleinen Ständen in den Dörfern an, verkaufen Obst, Spargel, Gemüse, Wein und Edelbrände.
In keiner anderen Gegend Deutschlands liegen regionale Typizität und mediterranes Flair derart nah beieinander. Was beim Besucher wiederum bleibende Eindrücke hinterlässt. Die Zahl der Pfalz-Fans wächst von Jahr zu Jahr – was denn auch nicht wirklich verwundert. Wer macht nicht gerne Urlaub in einem Land, in dem die Zitronen blühen und die Luft voller Aromen ist?
Fakten:
- Die Region der Deutschen Weinstraße genießt pro Jahr etwa 1.800 Sonnenstunden oder 225 Sonnentage.
- Schutz vor Wind und Wetter leistet das Haardtgebirge, der Ostrand des Pfälzerwaldes. Zusätzlich profitiert das Gebiet von der Rheinebene im Osten, die für warme Luft aus dem Süden sorgt.
- In kaum einem anderen Landstrich Deutschlands findet sich eine derart reiche Anzahl mediterraner und exotischer Pflanzen.
- Entlang des Haardtrandes stehen Zehntausende von Esskastanienbäumen, die nur in wintermildem Klima gedeihen.
- Die durchschnittliche Vegetationsperiode liegt bei 180 Tagen, die Durchschnittstemperatur dabei beträgt 16 Grad Celsius.
- Die jährliche Niederschlagsmenge bewegt sich um 530 l/m². Zum Vergleich: In Hamburg sind es 715 mm, in München sogar 955 mm.
