Weinlagen an der Deutschen Weinstraße

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Forster Ungeheuer

Der deutsche Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck sagte nach dem Genuss eines Rieslings aus dieser Lage:"Dieses Ungeheuer schmeckt mir ungeheuer". Damit machte er die Lage weltberühmt. Die Bezeichnung"Forster Ungeheuer" stammt von einem Amtsschreiber mit dem Namen Johann Adam Ungeheuer in Deidesheim aus dem Jahre 1699. Das gut 29 Hektar große Ungeheuer ist nach Süden und Südosten ausgerichtet. Buntsandstein mit Kalkgeröll und Basalt prägt den Boden. Die vor Westwinden geschützte Lage in der Hangmitte bewirkt eine hohe Traubenreife. Die Rieslingtrauben zeigen hier regelmäßig einen Vorsprung in der Reifeentwicklung-auch die Rebblüte setzt früher ein als in anderen Lagen. Die Weine zeigen eine feine Fruchtigkeit bei schöner Mineralität und oft enormer Dichte und Fülle.

Wachenheimer Gerümpel

Das Gerümpel gilt als Spitzenlage der Gemeinde Wachenheim. Möglicherweise ist der Name auf einen früheren Besitzer zurückzuführen, denn nach einer Urkunde von 1499 hat ein Philipp von Bechtolsheim seinem Vetter Grympel (auf Grimbald zurückgehender Vorname) dieses Flurstück abgetreten. Die nach Süd-Südost ausgerichteten Weinberge mit bis zu 25 Prozent Neigung umfassen 13 Hektar Rebfläche auf lehmigen Sandstein-Verwitterungsboden mit stellenweise mergeligem Ton. Hier wird vor allem der Riesling, aber auch Scheurebe kultiviert. Das Gerümpel genießt den Vorzug häufiger föhnartiger Erwärmung, was eine schnelle Abtrocknung der Trauben nach Regen begünstigt und dadurch dem Pilzbefall vorbeugt. Das Gerümpel zeichnet sich daher auch bei später Lese durch gesundes Traubengut aus.

Königsbacher Idig

Der Name dieser Spitzenlage bei Neustadt-Königsbach leitet sich von den Initialien I.D. für Jesus Domini an einem ehemaligen Feldkreuz in der Lage ab. Der Weinberg mit bis zu 20 Prozent Hangneigung umfasst 19 Hektar auf Kalkmerkelboden mit hohem Kalksteinanteil. Für pfälzische Verhältnisse sehr steil, ragt er entlang eines Vorhügels direkt nach Süden. Durch seine fast kesselartige Form ist er bestens gegen Kaltlufteinflüsse geschützt, so dass nachts die im Boden gespeicherte Hitze wirken kann. Die Klima-Bodenkombination erbringt mineralische Rieslinge mit milder Säure und dichter Struktur. Auch eignet sich der Kalkboden bestens für den Pinot Noir.

 
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