Nachgefragt

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Sie kennen den Wald im Leinigerland so gut wie ihre Westentasche: Claus Wagner und Dr. Peter Dück (unten) sind Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Vereins Pfalztrail e.V. Seit dem ersten Ultralauf im Jahr 2012 arbeiten sie mit ihrem Team daran, die Organisation immer weiter zu entwickeln. Im Gespräch mit Michael Dostal berichten sie von ihrer Arbeit.

Nachgefragt.

Vier Fragen, zwei antworten

Rund 150 Helfer sorgen mit dafür, dass der Pfalztrail im Leinigerland Jahr für Jahr zu einer runden Sache wird. Claus Wagner und Dr. Peter Dück erläutern im Interview, warum der Wettkampf für Teilnehmer und Organisatoren etwas ganz Besonderes ist.

Was macht den besonderen Reiz der Veranstaltung aus?
Dück: Vor allem die Abwechslung. Man läuft durch dunkle Täler, lichte Wälder oder enge Schluchten. Man erreicht Aussichtspunkte, erlebt Felslandschaften oder quert eine Burgruine. Man ist zwischen Kiefern oder Buchen, in Mischwäldern oder den Weinbergen unterwegs. Man läuft vom Dunkeln ins Helle oder umgekehrt.

Wagner: Es ist sportlich gesehen die wirklich anspruchsvolle Strecke mit einer Menge an Höhenmetern und vielen Rhythmuswechseln. Dies kombiniert mit der Vielfalt an Landschaft, die man an einem Tag erlebt, macht den Pfalztrail zu einem Genusslauf.

Gibt es noch weitere Alleinstellungsmerkmale?
Wagner: Auch die Bewirtung an den Verpflegungsstationen auf der Strecke ist ein Stück Pfalz. Es gibt ein ganz breites Angebot. Besonders beliebt sind unsere selbstgebackenen Kuchen oder die Grillstation am Rahnenhof. Das Gesamterlebnis bringt uns viele „Wiederholungstäter“.

Dück: Die Sportler wissen dies zu schätzen und im wahrsten Sinne des Wortes auszukosten. Ich denke da gerade an einen kräftig gebauten Läufer, der mit Fotoausrüstung unterwegs war. An einer Verpflegungsstelle nahm er sich Zeit und meinte mit Blick auf das kulinarische Angebot: „Zwölf Stunden darf ich brauchen, für zwölf Stunden habe ich bezahlt. Und die nehme ich mir auch!“ (Anm. d. Red.: Das offizielle Zeitlimit für den Ultralauf lag bei 12 Stunden.)

Was hat sich in den nunmehr fünf Jahren Pfalztrail verändert?
Dück: Nach dem ersten Wettkampf im Jahr 2012 war ich über ein knappes Jahr immer wieder zusammen mit meinem Hund im Dreieck zwischen Carlsberg, Battenberg und Bad Dürkheim unterwegs, um die schönste Führung der Laufstrecken auszukundschaften. Rund 1.000 Kilometer sind dabei zusammengekommen. Das Ergebnis ist ein optimiertes Streckennetz von insgesamt 93 Kilometern, das für die unterschiedlichen Distanzen genutzt wird.

Wagner: In ähnlicher Weise wurde zusammen mit unserem Organisationspartner Laufszene Events GmbH an weiteren Details gearbeitet. So gibt es nun etwa eine ausgetüftelte Logistik in der Belegung der Parkplätze oder für die Läufer warme Duschen nach dem Lauf.

Ist der Pfalztrail nur etwas für Extremsportler?
Wagner: Eindeutig nein. Denn dadurch, dass es ja unterschiedliche Distanzen bis hin zum kurzen Fun Trail gibt, kann man bei uns auch mal ausprobieren, ob einem Trailrunning Spaß macht. Wir haben rund 120 bis 130 Starter auf der Langdistanz, der Rest verteilt sich auf die anderen Strecken.

Dück: Nicht zuletzt ist der Pfalztrail auch ein großer Integrationsfaktor. Bei der Veranstaltung arbeiten Jung und Alt Hand in Hand. Auch Menschen, die mit dem Laufsport überhaupt nichts am Hut haben. Insgesamt 150 Helferinnen und Helfer sind im Einsatz.

Interview: Michael Dostal; Fotos: Norbert Wilhelmi

 
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