Das Summen am Waldrand

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Honigdealer der Region

Auf Pfälzer Bauernmärkten, Wochenmärkten, im Pfälzer Waldladen im Haus der Nachhaltigkeit oder auf anderen Festen stehen oft Imker, die handwerklich hergestellten Pfälzer Honig anbieten.


Die insgesamt 150 Mio. Bienenbesucher wiegen zusammengenommen 15.000 Kilo. Sie verarbeiten jedes Jahr in der Pfalz den Nektar der zahllosen Blüten zu Honig.

Der Nektar der Esskastanie ist bei Bienen besonders beliebt. Rund drei Kilo werden benötigt, um ein Kilo Honig zu produzieren.

Fleißige Bienchen

Das Summen am Waldrand 

Warum die Pfalz nicht nur bei menschlichen Touristen beliebt ist

Knapp 2 Millionen humane Übernachtungsgäste zählt die Pfalz pro Jahr. Mindestens 150 Millionen summende. Jährlich kommen mehrere Tausend Bienenvölker aus ganz Deutschland in die Pfalz. Strenggenommen, nicht zum Urlaubmachen, sondern zum Arbeiten. Der Rand des Pfälzerwaldes ist dabei die beliebteste Gegend und der Pfälzer Kastanienhonig eine Spezialität. Bioland-Imker Axel Heinz verrät, wieso Sie den Honig einmal probiert haben sollten. 

Bienen lieben die Pfalz. Sagen wir Teile von ihr. Abhängig von der Jahreszeit und vom Nahrungsangebot. Während menschliche Pfalz-Gäste durchaus ihre Destination nach dem persönlichen Weingeschmack wählen, ist für die Bienen die Blütezeit von Raps, Akazien oder eben Kastanien entscheidend.  „So ein dichter Bestand von Edelkastanien steht sonst in keinem Waldgebiet in Deutschland“, sagt Axel Heinz vom Imkerverein Neustadt. Kastanienblüte ist im Juni und Juli. Vor allem dann kommen auch auswärtige Bienen zu Besuch. „In der Imkersprache nennt sich das Bienenwanderung, wenn Völker in sogenannte Trachtgebiete gebracht werden“, erklärt Heinz.

Regionale Hobbyimker aus der Pfalz fahren ihre Bienenvölker mit dem Kombi oder einem Anhänger an den Haardtrand und tragen die etwa 50 Kilo schweren Kästen zu ihrem Platz. Berufsimker rücken dagegen schon mal mit Lastern und Kränen vor. An den Hängen finden die Bienen – nicht nur Honig-, sondern auch Wildbienen – die ideale Biodiversität, also ein kleinteiliges, vielfältiges Nahrungsangebot.

Wo sich die Tiere wohlfühlen, dort kann auch ein gutes, natürliches Produkt entstehen. „Kastanienhonig ist dabei etwas ganz Besonderes. Entweder man liebt ihn, oder man hasst ihn“, polarisiert Imker Heinz. Er sei absolut kein Supermarkthonig, denn er habe sehr kräftige bis herbe, leicht bittere Aromen, ist in der Farbe hell- bis dunkelbraun und kann sowohl flüssig als auch cremig sein. „Jeder schmeckt anders. Am besten man verkostet Honig wie Wein, um die vielen Sorten und Unterschiede einmal zu schmecken“, rät der 48-Jährige. 

Der Imkerverein Neustadt hat einen Vereinsimkerstand in Neustadt auf der Route des Pfälzer Weinsteiges (Kübelweg/Sonnenweg) in Richtung Weinbiethaus. Hier dürfen Besucher das flüssige Gold der Hobbyimker probieren und erfahren zudem so manche Bienen- und Imkergeschichten. 

Text: Kathrin Ayass, Fotos: Lena Geib

 
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