Pierre Amblard - Gästeführer in Wachenheim

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Persönlicher TIPP

Pierre Amblards Lieblingsplatz ist das Café Schellack im Zentrum Wachenheims. Das sei der Ort, an dem sich die Wachenheimer treffen, „das ist wie ein zweites Wohnzimmer“, sagt der Gästeführer, Wahl-Pfälzer und Grauburgunder-Trinker. Er liebe die Stimmung und das Dekor in dem gemütlichen Café, das hausgemachte Kuchen, erlesene Weine und kleine Gerichte anbietet.

Event-TIPP

Mittelalterliches Abendessen

Im Café Kulturey in Wachenheim genießen Gäste am Gerichte mit Gemüse und Kräutern aus dem historischen Stadtgarten. Am Kochtopf steht Pierre Amblard, der Ideengeber des Gartenprojekts und Mitglied der Initiative Wachenheimer Stadtmauer. Beginn ist um 19 Uhr. Reservierung unter Telefon 06322 92177.

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Pierre Amblard - Gästeführer in Wachenheim

Pierre Amblard liebt die Pfalz, Wachenheim und besonders seine Frau Christiane. Ohne die hätte der Franzose hier nicht seine Heimat gefunden. „Fängt eine gute Geschichte nicht immer mit einer Frau an?“, fragt Pierre Amblard lachend, als er beginnt, seine Pfalz-Story zu erzählen.

In die Pfalz kam Amblard während seines Wehrdienstes 1976. „Damals waren hier noch 40.000 französische Soldaten stationiert“, erklärt er. An einem freien Abend ging die Kompanie in die Grafenstube nach St. Martin. Zu essen gab es Wildschweinbraten mit Rotkraut und Herzoginnenkartoffeln. Das erste Pfälzer Wort, das der Franzose lernte, war „Schorle“. An diesem Abend galt seine Aufmerksamkeit aber nicht nur dem guten Essen und Wein. Die Tochter des Wirts hatte es ihm angetan – umgekehrt genauso. Etwas Festes wurde daraus nicht, denn sie war erst sechzehneinhalb Jahre alt. Pierre Amblard kehrte in die Nähe von Lyon zurück.

Die Pfälzerin Christiane konnte ihren Franzosen aber nicht vergessen, „was ich gut verstehen kann“, fügt Amblard mit einem verschmitzten Lächeln hinzu. Als sie mit 18 Jahren Urlaub in Südfrankreich machte, ging sie auf die Post und erklärte dem Beamten dort mit Händen, Füßen, kaum Französisch und ein paar englischen Brocken, dass sie ihren Pierre in der Nähe von Lyon finden musste. Der Postler suchte diesen Herren und wurde tatsächlich fündig. Die beiden sahen sich wieder und fanden, dass sie ganz gut zusammenpassten - das ist 40 Jahre her.

Pierre Amblard folgte seiner Liebe in die Pfalz, fand Arbeit bei der BASF und gemeinsam verbrachten sie 21 Jahre im Außendienst in Afrika und Asien. Dann vor fünf Jahren kehrten sie zurück, um hier für den Ruhestand Fuß zu fassen. „Es sollte eine Stadt sein, kein Dorf und noch einiges mehr bieten. Burg, Wald, Wein: Unsere erste Wahl war Wachenheim“, erklärt Amblard, der dem Deutsch-Pfälzischen eine herrlich französisch-blumige Note verleiht.

Nicht nur die Mischung aus Weinbergen, alten Steinen und Wald, gefällt den beiden, sondern auch die gute Laune, die von der Stadt ausgeht. „Wenn du hier nur ein Brot kaufen gehst, kommst du erst nach einer Stunde zurück. Man trifft immer jemanden und tauscht sich aus. Wachenheim bietet höchste Lebensqualität“, sagt der 63-Jährige aus Überzeugung. „Ich bin Verkäufer und wenn ich für etwas Leidenschaft hege, vermarkte ich es leidenschaftlich.“ In diesem Fall eben Wachenheim und die Pfalz.

Amblard engagiert sich im deutsch-französischen Freundeskreis und auch in der Stadtmauer Initiative Wachenheims mischt Amblard mit. „Das Vereinsleben ist unser Integrationsfaktor.“ Für das Stadtjubiläum hat Amblard 2016 einen historischen Garten entworfen und umgesetzt. Wo einst eine ehemalige Rebfläche mitten in der Stadt am Stadtgraben brach lag, blüht, gedeiht und summt es heute. „Im Vergleich zu dem, was ich als Vision für den Garten hatte, ist es noch ein Embryo“, sagt der Hobby-Gärtner, der sich wünscht, dass noch mehr Leute mit anpacken.

Besucher Wachenheims können den gebürtigen Franzosen und Pfälzer aus Leidenschaft bei einer Stadtführung erleben. Als zertifizierter Gästeführer erzählt er in seiner Kostümrolle des Herzogs Louis de Rouvroy – inklusive Allongeperücke und Kniehosen – aus der Zeit des Pfälzischen Erbfolgekrieges, von Lieselotte aus der Pfalz und von der heutigen deutsch-französischen (Liebes-)Beziehung. 

 
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