Michael Konientzny - VIP beim Weingut von Winning

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Persönlicher TIPP

Wie Gott sie schuf steht Eva im Paradiesgarten. Die Figur aus Pfälzer Buntsandstein schaut nicht nur auf die berühmte Weinlage, sondern auch auf Deidesheim. Wanderer, Radfahrer oder Spaziergänger können dort an einer Tischgruppe ebenfalls den wunderbaren Blick hinunter in die Weinlandschaft genießen. „Eine Flasche Wein und Gläser im Gepäck und die Entspannung ist garantiert“, schwärmt Michael Konietzny von seinem Lieblingsplatz.

Michael Konientzny, "VIP" beim Weingut von Winning

Michael Konietzny bezeichnen viele als positiv verrückt. Oder wie würden Sie jemanden nennen, der aus purer Leidenschaft und Freude mindestens die Hälfte seines Jahresurlaubs damit verbringt, auf einem Weingut zu arbeiten? 

Konietzny trägt an diesem Kerwe-Freitag in Deidesheim ein blaues Shirt mit einem Schärpe-ähnlichen weißen Streifen von der Schulter bis zur Hüfte. „Stephan meinte vorhin, dass dort eigentlich VIP bei von Winning stehen müsste“, erzählt der Sauerländer. Mit Stephan ist Stephan Attmann gemeint, seines Zeichens seit zehn Jahren Leiter des VDP-Weinguts von Winning in Deidesheim und seit fünf Jahren ein guter Freund von Michael Konietzny. Hier trifft Weinfreak auf Weinfreak. Profi auf Amateur. Pfalzliebhaber auf Pfalzliebhaber.

„Als ich das Weingut 2012 bei einer Reise mit dem Master-Sommelier Hendrik Thoma kennenlernte, fing die Liebe zur Pfalz richtig an“, denkt Konietzny zurück. Seit etwa 25 Jahren hatte der 56-Jährige zuvor schon des Weines wegen Kontakt zur Pfalz. Dass die Pfälzer sehr offen sind, wusste er damals bereits. Aber wie großzügig sie in ihrer Art und wie gastfreundlich sie außerdem sein können, erfuhr er so richtig intensiv erst in Deidesheim. Mit dem Weingut von Winning sollte es was Ernstes werden. 

„Aus Freude zum Wein und Liebe zum Weingut komme ich jedes Jahr wieder und helfe in meinem Urlaub aus. Ich bin begeistert, für so ein gutes Weingut arbeiten zu dürfen“, betont Michael Konietzny, der in seinem „echten“ Arbeitsleben Haustechniker bei einer Bank ist. Es sei nicht verkehrt, wenn man keine zwei linken Hände habe, um handwerklich anpacken zu können. „Ich habe inzwischen viele Phasen des Weinbaus mitgemacht. Von der Lese im Herbst, über den Ausbau im Keller bis zum Rebschnitt und Rutenbiegen im Frühjahr.“ Ihm werde dabei nichts geschenkt. „Das ist Fitness pur. Wenn zum Beispiel geerntet wird, wird geerntet und nichts anderes. Man merkt erst, welchen Einsatz und Kraft der Weinbau erfordert“, fügt er hinzu. 

Vergangenes Jahr half er zum ersten Mal bei der berühmt-berüchtigten Deidesheimer Weinkerwe beim Ausschank. Auch wenn das nicht weniger anstrengend ist als die Arbeit im Weinberg, war der Gastarbeiter der besonderen Art voll in seinem Element. Denn dabei sieht er all die Menschen wieder, mit denen er Freundschaften geknüpft hat, und kommt mit neuen Leuten ins Gespräch. „Das ist meine Art runterzukommen. Am Strand zu liegen und die Beine hochzulegen war noch nie meins“ erklärt Konietzny. „Meine Freunde im Sauerland halten mich auch schon für bekloppt. Aber wenn sie in die Pfalz mitkommen, schätzen sie sehr, dass ich ihnen einen ganz anderen Blick auf und in ein Weingut geben kann.“

Bei jedem Satz sprudelt die Begeisterung, die Passion für Wein und Deidesheim nur so aus ihm heraus. Nur einmal, vor vielen, vielen Jahren zweifelte er etwas an den Pfälzern: „Bis zu meinem ersten Weinfest dachte ich, Wein und Wasser passt so nebeneinander, aber nicht in ein Glas. Doch wenn man Durst hat, ist ein Schoppen genau das richtige Getränk.“

Michael Konietzny kann sich mittlerweile gut vorstellen, zusammen mit seiner Frau, seinen Ruhestand in der Weinregion zu verbringen, in der Wein und Wasser zusammen in ein großes Glas fließen.

 
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