Klaus Eichberger - Marktmeister Deidesheimer Advent

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Event-Tipp

Deidesheimer Advent

Krippenfiguren und Holzspielzeug. Engel und Christbaumschmuck. Goldschmiede und Holzschnitzer. Schneider und Plätzchenbäcker. Deidesheim verwandelt sich an den Adventswochenenden (1. bis. 23. Dezember, Freitag bis Sonntag) in einen einzigen Weihnachtsmarkt. Es versteht sich von selbst, dass der Qualitätsmaßstab, der für die Aussteller gilt, auch bei den kulinarischen Spezialitäten und Weinen angelegt wird. Ein umfangreiches Programm, unter anderem mit Kirchenkonzerten oder Theaterstücken für Kinder, sorgt für zusätzliche Attraktivität.

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Klaus Eichberger - Marktmeister Deidesheimer Advent

Mit Pfälzer Weihnachtsmärkten ist es wie mit Pfälzer Weinfesten: War man einmal dort, liebt man sie. Kennst du ein Fest, kennst du aber noch lange nicht alle. Jeder Weihnachtmarkt für sich lässt die Besucher das authentische Lebensgefühl dieser Region spüren. Die Herzlichkeit, die Liebe zum Brauchtum – und dennoch ist jeder anders. Klaus Eichberger, seines Zeichens Marktmeister beim Deidesheimer Advent, ein Pfälzer Original und seit über 40 Jahren stolzer Vollbartträger, schätzt die Ausgewogenheit zwischen Kunsthandwerk und Kulinarischem. Gegessen und getrunken werde immer und in der Pfalz auf höchstem Niveau. Besonders werden die Weihnachtsmärkte aber erst durch das liebevolle Handwerk.

Das Herz des Schreinermeisters Klaus Eichberger schlägt natürlich für alles Schöne aus Holz. Genauso wie für das Praktische: Mehr als ein Drittel der Buden des Deidesheimer Weihnachtsmarkt baut Familie Eichberger auf. Inklusive des eigenen Achteckstandes. Pfälzer Glühwein mit naturbelassener Zitrone und Stangenkandis serviert die Familie dort. Auf Omas altem Kochherd wird er zubereitet, ganz traditionell in kleinen Mengen. „Der ständige Umtrieb sorgt für frischen Geschmack. Der Alkohol hat gar keine Zeit zu verdunsten, so schnell ist der Glühwein aufgebraucht“, sagt Klaus Eichberger.

Die Liebe zum Genuss – „das ist doch kein Käse, wenn er in Plastik gereift ist“ –, zum Handwerk – „Holz und alte Möbelstücke können so viele Geschichten erzählen“ – und zum Brauchtum „drei Generationen Kerwebuben prägen unseren Hof“ – zeichnen den 61-Jährigen aus. Vieles davon wurde ihm in die Wiege gelegt. Das Ehrenamt des Marktmeisters hat Klaus Eichberger beispielsweise von seinem Vater vor ein paar Jahren übernommen. „Mein Vater war Marktmeister vom ersten Tag an und nach mir werden das meine Söhne weitermachen.“

Noch ist es aber nicht so weit. Daher wird Klaus Eichberger auch dieses Jahr bei der Eröffnung des Deidesheimer Advent den mit dem Ortswappen verzierten Holzstab als Zeichen der Marktgewalt von Bürgermeister Manfred Dörr überreicht bekommen. „Als Marktmeister habe ich eine historische Doppelfunktion“, erklärt Eichberger. Im mittelalterlichen Gewand dreht er seine Touren auf dem Markt, schaut, ob alle Stände offen sind, alle einen Schein haben, kassiert hier und dort noch etwas Marktgeld und posiert für Fotos. „Es ist nicht normal, auf wie vielen Fotos ich schon drauf bin.“ Das liegt nicht alleine am historischen Anzug, sondern an der ganzen imposanten Erscheinung. Groß, kräftige Statur, angegrauter Rauschebart – natürlich sieht man in ihm auch automatisch den Weihnachtmann. Und tatsächlich hat der Deidesheimer viele Jahre lang Knecht Ruprecht im himmlischen Dienst gespielt. 

Klaus Eichberger ist ein Deidesheimer Urgestein. Und zwar eines, das fest verankert ist, aber trotzdem sich regelmäßig losmacht und auf Reisen geht. Von seiner Mont-Blanc-Besteigung 1976 brachte er den markanten Bart mit. Gerne reist er auch mit dem Schiff. Der Menschenschlag in der Pfalz sei, wie seine Kultur, ausgewogen. „Der Pfälzer guckt mal dort und dort, ist froh, wenn er mal rauskommt. Aber irgendwann komm der Moment, wo du einfach nur noch heim willst. Da freust du dich, wenn du in Karlsruhe über die Brücke fährst und das Haardtgebirge siehst, es fünf Grad wärmer ist und alles anders riecht.“

 
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