Frank und Olga Schäfer - Winzerehepaar

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Persönlicher TIPP

Zeter Berghaus

Kein Weg führt an einem 20-minütigen Spaziergang vorbei, um zum Zeter Berghaus oberhalb des Hambacher Schlosses/Diedesfeld am Rande des Pfälzerwaldes zu gelangen. Das ist einer der Lieblingsplätze des Ehepaars Marianne Burbott und Peter Fischer. Die aus Essen-Kettwig stammenden Pfalz-Liebhaber schätzen dort – vor allem während den ruhigeren Wochentagen – den schönen Blick in die Rheinebene. Mit der Pfalz verbinden sie neben ausgezeichneten Wein, üppigen Essensportionen, schönen Rad- und Wandertouren vor allem ihre Jubelwoche 2003. Damals verbrachten sie ihre Flitterwochen, den Kennenlerntag und Burbotts Geburtstag in Gimmeldingen. Seitdem kommen die Rheinländer mindestens einmal pro Jahr in die Pfalz. Natürlich auch, um sich mit „Feinpulversorten für besondere Abenden“ auszustatten, wie Fischer lachend erklärt. Damit sind hochwertige Weißweine etwa von Buhl oder Koehler-Ruprecht gemeint.

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Frank und Olga Schäfer - Winzerehepaar

Wie viel darf oder sollte man beim ersten Date trinken? Olga und Frank haben ihre erste Verabredung auf dem Weinlesefest in Neustadt im Pfälzer Weindorf, den Haiselscher. Frank, Gentleman, gibt Olga, gebürtige Polin, eine Schorle aus. Sie hat Durst und zieht den Inhalt des klassischen 0,5-Liter-Glases schnell ab. Bei der Hälfte der zweiten Schorle angekommen, ist Frank etwas irritiert und fragt, ob sie denn wisse, was sie da trinke. „Nö.“ Frank klärt auf. Pfälzer Schorle besteht bei gutem Mischungsverhältnis aus mindestens dreiviertel Wein und ein viertel Wasser. „Ich wollte nichts mehr trinken, ich habe mich so geschämt“, erzählt Olga lachend.

Acht Jahre ist das her. Dieses Jahr haben die beiden geheiratet und Olga ist inzwischen mit der Pfälzer Schorle, der Kultur, der Lebensart und dem Dialekt bestens vertraut. „Ich habe die Sprache nach Gehör gelernt.“ Raus dabei kam das schönste Pfälzisch. 

2008 war Olga das erste Mal in der Pfalz und auf dem Weingut Schäfer in Neustadt-Mußbach. Sie hatte in Polen Semesterferien. Da ihr Vater als Erntehelfer nach Deutschland fuhr, in die Nähe, wo auch ihre Oma lebt, ist sie spontan mitgekommen. Sowohl Olga als auch Frank waren zu dieser Zeit in einer Beziehung und Frank arbeitete noch beim Weingut Müller-Catoir. Ein Jahr später stieg er in den Familienbetrieb ein, Olga kam wieder zur Weinlese und beide waren jetzt Single. „Ich war direkt verliebt, als ich Frank gesehen habe“, sagt Olga strahlend. Frank war etwas reservierter, aber nicht abgeneigt. Der erste Schritt machte dennoch die junge Polin. Eines kam zum anderen und die beiden führten eine Fernbeziehung. Nachdem sie 2013 ein halbes Jahr gemeinsam in Neuseeland verbracht hatten, war klar, dass sie sich nicht mehr trennen wollten. Olga zog in die Pfalz.

„Am Anfang war das schon eine Umstellung von einer polnischen Großstadt in die Pfalz zu ziehen“, sagt die 30-Jährige. Inzwischen meint sie aber mit „ich will häm“ nur noch und eindeutig Mußbach. Dort kennt das Paar spätestens seit der Hochzeit auch jeder, als die Feier kurzerhand mit der Ortskerwe verbunden wurde. „Wir haben vor allen getanzt“, sagt Olga. Diese Lust am gemeinsamen Feiern und Spaß haben ist es, was sie an der Region fasziniert. Die Weine, Keschde (Kastanien) und besonders Pfälzer Bratwurst zählt der Winzer zusätzlich auf. Frank hätte auch an der Hochzeit am liebsten Bratwurst gehabt. Das wurde von Olga abgelehnt, auch wenn die leidenschaftliche Köchin gern pfälzische Gerichte wie Wild mit Kastanien zubereitet.

Liebe geht eben durch den Magen. Und auch nach dem ersten Weinerlebnis mit der Schorle und den ersten nicht ganz geglückten Weinproben, mag sie heute diesen Teil der Pfälzer Kulinarik sehr. „Ich musste das lernen, denn in Polen sind die Weine ungenießbar“, fügt die studierte Physiotherapeutin hinzu. „Wenn wir essen gehen, wählt Olga inzwischen die Weine aus. Sie hat eine sehr gute Sensorik“, sagt Frank anerkennend. Ihr Lieblingswein ist Riesling – wie sollte es anders sein – vom Weingut Schäfer aus Franks eigener Linie „Limit“. 

 
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