Der Stoff für prickelnde Anlässe

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Erlebnis-TIPP

Wachenheimer Sektschloss

Ein Barock-Schloss – in der Zeit um 1730 errichtet – ist heute nicht nur ein Kulturdenkmal. Die Sektkellerei Schloss Wachenheim hat hier ihren Standort. Die historischen Räume werden gerne auch als Eventlocation für Hochzeiten, Feste oder Tagungen genutzt. Kellerführungen gibt es von März bis Oktober immer donnerstags und samstags um 14 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen um 11 Uhr (November bis Februar nur samstags, 14 Uhr). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist im Schlosshof.

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Marie Menger-Krug

Der Stoff für prickelnde Anlässe

Verliebt in die Pfalz oder verliebt in der Pfalz: Sekt als Inbegriff von Lebenslust gehört einfach mit dazu. Als Liebesbotschafter, zum Anstoßen bei Geburtstagen, Feiertagen oder Festlichkeiten oder einfach nur als Aperitif vor einem guten Essen.  

„Der Rosé ist der unbeschwerte Flirt mit dem Augenblick.“ Marie Menger-Krug hält einen Rosé-Sekt für den optimalen Begleiter, wenn sich Verliebte tief in die Augen schauen. Die junge Kellermeisterin in der Deidesheimer „Villa im Paradies“ kümmert sich neben den Weinen ganz besonders um Qualitätssekt auf höchstem Niveau.

Sie setzt bei ihrer Linie Motzenbäcker ganz auf die Méthode rurale, die älteste Art, Schaumwein herzustellen. Von der Traube bis zum Trunk entsteht der schäumende Wein dabei aus einer einzigen, spontanen Gärung ohne Zuckerzusatz in der Flasche. „Der Sekt wird so ein Spiegel der Aromatik der Traube. Ich habe viel Gärkohlensäure und am Ende eine höhere Lebendigkeit im Mund. Damit steckt Leidenschaft in jedem Glas“, erklärt Marie Menger-Krug strahlend.

Der Deutsche trinkt im Schnitt, so die Statistik, nicht ganz sechs Flaschen des prickelnden Getränks pro Jahr. Kein Wunder, dass sich Sekt von Winzern in der Pfalz immer größerer Beliebtheit erfreut. Entscheidend für die Qualität ist dabei schon die Lese. Nur die besten Trauben eignen sich. Diese müssen vorsichtig gepresst werden, damit keine störenden Geschmacksstoffe – etwa von den Kernen oder Stielen – in den Most kommen. Dieser wird dann, je nach Machart, mit Hefe in Edelstahltanks oder Holzfässern zu Wein vergoren.

In einem weiteren Schritt wird die Hefe entfernt. Die Weine ruhen und reifen danach in anderen Fässern. Aus den verschiedenen sogenannten Grundweinen werden die gewünschten Mischungen hergestellt, bevor der eigentliche Sekt mit der zweiten Gärung entsteht. Bei gehobenen Sekten wird ganz auf die traditionelle Flaschengärung gesetzt. Der Wein erhält dazu in der Flasche ein Gemisch aus Hefe und Zucker (Tirage) und wird dann mit einem Kronkorken verschlossen. Bei der erneuten Gärung, die so angestoßen wird, entwickelt sich Gärkohlensäure, die sich mit dem Wein verbindet.

Vom Gesetzgeber ist für Winzersekt eine  Mindestlagerzeit auf der Hefe von neun Monaten vorgeschrieben. Qualitätssekte reifen jedoch noch viel  länger, denn mit der Zeit wird das Sektaroma immer besser und das Perlen des Sektes (Mousseux) immer feiner. Nach der Lagerung werden bei erlesenen Sekten die Flaschen Tag für Tag von Hand gedreht. Mit diesem sogenannten Rütteln wird dafür gesorgt, dass die Hefe aus der zweiten Gärung Richtung Flaschenhals wandert und sich dort absetzt. Beim Degorgieren – meistens nach 21 Tagen – wird der Hefepropf zunächst eingefroren und aus der Flasche entfernt. Die Flasche erhält dann einen Korken und das Etikett.

Die Bandbreite an qualitativ hochwertigen Sekten in der Pfalz ist groß. Noch spannender wird sie durch Ansätze, wie sie Marie Menger-Krug mit ihrer Besinnung auf die Méthode rurale verfolgt. In Deidesheim will man auch im Weingut Reichsrat von Buhl „die Sektkultur nachhaltig beeinflussen“. Mathieu Kauffmann, vorher Chef du Cave beim Champagnerhaus Bollinger, wechselte dazu 2013 an die Weinstraße. Zusammen mit Richard Grosche ist er als Geschäftsführer derzeit dabei, für ein Prestigesekt-Projekt Reserveweine aus Große-Gewächs-Lagen zurückzulegen. In diesem High-End-Bereich werden die Cuvées vier bis zehn Jahre auf der Hefe bleiben. Drei preisgekrönte „normale“ Sekte – Riesling, Weißburgunder/Chardonnay und Spätburgunder Rosé – gibt es schon heute. 

 
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